Lorrainebad in Bern: Aare wird dank Grünes Gallustal renaturiert

Grünes Gallustal wirkt bis nach Bern: Am 8. März 2026 stimmte die Berner Stadtbevölkerung dem 22-Millionen-Franken-Kredit zur Sanierung des Freibads Lorraine zu – und damit auch der Renaturierung von 3400 Quadratmetern Flussuferflächen. Dass das Bad nicht nur baulich saniert wird, sondern mehr Ökoflächen bekommt, ist mit ein Verdienst von Grünes Gallustal.

So sieht die Vision von Grünes Gallustal für das Lorrainebad in Bern aus (Visualisierung: Grünes Gallustal im Auftrag des VSA).

Dass das Lorrainebad nicht nur baulich saniert , sondern auch naturnaher gestaltet wird, ist mit ein Verdienst von Grünes Gallustal. Auf Anfrage des Verbands Schweizer Abwasser- und Gewässerschutzfachleute (VSA) entwickelte Grünes Gallustal im Jahr 2023 alternative Vorschläge für das Freibad. Mehr Bäume, ein naturnahes Ufer, ein breiterer Aaresteg: Die Ideen und Visualisierungen waren ein Gegenvorschlag zum offiziellen Vorschlag der Stadt Bern. Die Ideen wurden von der Stadt positiv aufgenommen, im Parlament diskutiert und schliesslich in die Abstimmungsvorlage eingearbeitet.

Mit dem klaren Ja an der Abstimmung vom 8. März 2026 ist die Sanierung besiegelt. Die Umsetzung wird zwar nicht so radikal naturnah ausfallen, wie Grünes Gallustal und der VSA dies vorgeschlagen hatten. Doch immerhin werden 3400 Quadratmeter Flussuferflächen aufgewertet. Es werden auch mehr einheimische Bäume und Sträucher wachsen und neue Flächen mit Wildblumen und -gräsern angelegt. Laut Abstimmungsvorlage soll das Freibad Lorraine künftig mehr naturnahe Lebensräume aufweisen als gemäss Biodiversitätskonzept der Stadt Bern vorgeschrieben sind.

Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich eineinhalb Jahre und starten im Herbst 2027. Das Lorrainebad gilt als eines der ältesten Flussbäder der Schweiz. Es wurde 1892 gebaut und befindet sich aktuell in einem schlechten baulichen Zustand.

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So sieht das Lorrainebad vor der Sanierung aus (Foto: Grünes Gallustal).

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